In der modernen Wegwerfgesellschaft hat sich das deutsche Einzelhandelsunternehmen Manufactum längst als nachhaltiger Gegenpol etabliert. Anlässlich der Eröffnung zweier neuer Warenhäuser in Wien und Hannover baten wir Geschäftsführer Max Heimann, 44, zum Gespräch über haptische Erlebnisse beim Einkauf, die Definition „guter Dinge“ und wohin sich das Handwerk in Zukunft entwickeln soll.
Interview
Als Leather Manufacturing Manager leitet Tomasz Nosarzewski die Leder-Maßschneiderei der englischen Luxusmarke Dunhill. Im Rahmen der „Homo Faber“-Ausstellung in Venedig nahm sich der gebürtige Pole Zeit für ein Gespräch mit der MEISTERSTRASSE über traditionelles Handwerk, luxuriöse Erbstücke und das große Glück in der Werkstatt.
Haben Sie sich jemals gefragt, warum eine Kameralinse rund ist, das damit aufgenommene Bild aber viereckig? Der Fotograf Wolfgang Thaler spielt genau mit jenem Gedanken – und begibt sich damit in Gemächer, in denen Luster eine spannende Rolle spielen. Ab 19. Oktober ist seine Ausstellung „Im Kreis der Luster“ in den Schauräumen von J. & L. Lobmeyr in der Salesianergasse 9, 1030 Wien, zu sehen.
Im Rahmen des „Design Districts“ bildet die Österreichischen Nationalbibliothek von 5. bis 7. Oktober eine elegante Bühne für das Handwerk. Unter den Ausstellern sind natürlich mehrere Partnerbetriebe der MEISTERSTRASSE – wie etwa der Schuhmacher Gerhard Wieser, der uns aus diesem Anlass in seiner Werkstatt in Wien-Währing einen Einblick in seine Arbeits- und Gedankenwelt erlaubt.
Von 14. bis 30. September ist J. & L. Lobmeyr Österreichs einziger Vertreter bei der internationalen Handwerksausstellung Homo Faber in Venedig zu Gast. Vorab erzählt Mag. Leonid Rath, der den ehemaligen k.u.k. Hoflieferanten im Jahr 2000 gemeinsam mit seinen Cousins Andreas und Johannes in sechster Generation übernommen hat, wie er die Furcht vor frischen Ideen verloren hat, worin heute wahrer Luxus besteht und welchen Herausforderungen sich zukünftige Generationen stellen müssen.
Der niederösterreichische Uhrmachermeister Alexander Pfeffel, 27, hat vergangenes Jahr den Betrieb seines Vaters übernommen und blickt optimistisch in die Zukunft. Nicht zuletzt, weil er handwerkliche Fertigkeiten aus der Vergangenheit in die Gegenwart holt
Der Fritz vom Welterbe-Wirtshaus „Steegwirt“ ist einer, mit dem ist man schnell per Du. „Wir sind in Goisern, da sind wir automatisch per Du“, sagt er. Und da ist es auch egal, ob Fußball-Star David Alaba oder der Bundespräsident vor der Tür steht, um die mit einer Gault-Millau-Haube ausgezeichnete Küche im Salzkammergut zu genießen.
Schöne Ehre für unseren Christoph Rath: Trachtenspezialist Gössl widmet dem Geschäftsführer der MEISTERSTRASSE im neuen „Gwandhaus“-Journal ein großes Portrait!
Anfang Juni feierte das Kärntner Traditionsunternehmen „Rettl 1868 Kilts & Fashion“ sein 150-jähriges Bestehen. Seit mehr als einem Viertel Jahrhundert leitet Thomas Rettl in 5. Generation den Familienbetrieb und erzählt im MEISTERSTRASSE-Interview, wie er auf die Idee kam, Kärntner Kilts zu produzieren, wie Ihn Kritik motiviert und warum man die Macht des Internets nicht überbewerten muss.
Geschliffene Formulierungen und messerscharfe Pointen zählen zu den Markenzeichen des Kabarettisten Günther „Gunkl“ Paal. Im Sommer gönnt sich der ausschweifende Formulierer regelmäßig eine Auszeit von der Kopfarbeit und widmet sich wuchtiger Körperlichkeit. Uns erzählt der 56-jährige Wiener, was ihn am Damastschmieden so fasziniert und warum sich das Sein in der Werkstatt so richtig anfühlt.
